Ballerat Melbourne « » Sydney Blue Mountains

Der Küste entlang

Von Sydney nach Melbourne

Di 20.1.04

Bairnsdale

Für die Rückfahrt an die Küste fahren wir wiederum durch die Dandenong Ranges, weil Tom sich gerne das Ricketts Sanctuary anschauen möchte. Dies ist ein Park im Urwald, wo der seelige Herr Rickett all seine grossen Holz und Steinstatuen idyllisch in die Natur integriert hat. Die Herumkurverei passauf und -ab ist aber vergebens, weil das Sanctuary wegen Waldbrandgefahr geschlossen ist!
Na ja, wir fräsen weiter und machen 300km später irgendwo unterwegs halt. Bairnsdale heisst der Ort, im Campingplatz hat's einen Pool und daneben ein gutes chinesisches Restaurant.

Mi 21.1.04

Lange Fahrt nach Eden

Unser Ziel heute heisst Eden und liegt auf halbem Weg der Küste entlang zwischen Melbourne und Sydney. Von den etwa 300km führen die letzten 200 durch einen ununterbrochenen Wald, hügelauf und -ab.
Unser Campingplatz hat natürlich einen Pool, liegt wunderschön in einer Bucht am Meer und heute abend gibts sogar Kino: Lilo & Stitch wird gezeigt. Während dem Film zieht ein kurzes Gewitter über uns weg und als wir nach Ende des Filmes ins Freie treten, erwartet uns der schönste Sonnenuntergang aller Zeiten.
Die Wolkendecke mit ihren hängenden Kaltluftsäcken wird in allen Rottönen von unten beschienen und wirft ein sonderbar anmutendes Licht auf alles. Wir geniessen das Naturspektakel am Strand und die Kids sind überwältigt von soviel Glück: Trickfilm und Sonnenuntergang an einem Abend!

Do 22.1.04

Sonnenaufgang

Der Sonneuntergang war so hübsch, dass ich um 5:30 am Morgen an der Bucht stehe und auf die Sonne warte. Ganz so spektakulär wie gestern wirds zwar nicht, aber ich kann die Ruhe am Beach in vollen Zügen geniessen.

Fr 23.1.04

Eden

Wir waren schon lange auf keiner Wanderung mehr! So machen wir uns heute auf in einen nahen Nationalpark, wo wir der Küste entlang zu einer Bucht wandern wollen.
Am Anfang der Wanderung steht ein alter Leuchtturm, der keiner war. Vor langer Zeit wollte der Grossgrundbesitzer Boyd hier ein richtiges Imperium mit Stadt ('Boydstown') und allem dazugehörigem errichten, bekam aber keine Bewilligung zum Führen dieses privaten Leuchtturms. So verwendeten seine Leute den Turm halt als Aussichtspunkt, um Wale zu erspähen, die in die Bucht hinein schwammen. Diese konnten dann von den Walfängern schneller angegriffen werden.
Wir sehen heute zwar keine Wale aber immerhin eine Gruppe Delphine, die die Fischerboote am Eingang der Bucht begleiten.

Die Wanderung führt uns durch seltsame Wälder (wie übergrosse Lavendelsträucher) und 4km später sind wir an einer schönen Bucht mit wunderbaren Felsformationen aus rotem und schwarzen Stein.
Die Kinder entdecken Krebse, Muscheln und Wasserschnecken, ich sehe auf einem Ausflug in die nächste Bucht einen riesigen Waran und eine Gruppe der schönen schwarzen Kakadus.
Kommentar von den Kindern: Diese Wanderung hat sich aber gelohnt, gell Papi! (Das faszinierendste war wohl das Kängigerippe, irgendwo im Wald. :-)

Sa 24.1.04
So 25.1.04

Durras

150km weiter nördlich in Durras legt eine Zahnentzündung Corinne flach. Natürlich genau am Wochenende vor dem australischen Nationalfeiertag, wo bestimmt alle Zahnärzte in den Ferien sind...
Ich verbringe die Tage mit den Kindern bei Regen am Strand, wo wir Einsiedlerkrebse studieren, Sandburgen bauen und uns in die Wellen werfen.

Mo 26.1.04

Fairy Meadows

Weitere 150km später sind wir in einem schönen Campingplatz ('Beach Surf Resort') bei Wollongong, etwas südlich von Sydney. Weil heute die Sommerferien zu Ende gehen, ist der Platz beinahe verlassen und wir zahlen gerade noch 20$ für einen riesigen Standplatz und Annehmlichkeiten wie Hallenbad und direkten Zugang zum Strand.
Corinne ist immer noch am Seuchen. Wir lassen die arme schlafen und gehen ans Meer, wo wir Drachen steigen lassen, sändelen und - Tom und ich - uns von den Wellen herumwerfen lassen. Auf dem Weg ans Meer bin ich beinahe auf eine Schlange getreten und auf dem Rückweg hatte eine grosse Eidechse Glück. Viecher gibt es hier - sogar einen Hasen haben wir erschreckt.
Vor einem Gewitter werfe ich mich nochmals in die Fluten und bin überrascht, als eine Schule Delfine keine 10m vor mir durch die Wellen pfeilt.

Heute ist Australian Day, der hiesige Nationalfeiertag. Vom Strand aus können wir bequem das Feuerwerk in Wollongong beobachten.

Di 27.1.04

Baden bis aufgeweicht

Die Kinder und ich verbringen den ganzen Morgen in der Badi: ein 30m Becken und zwei Whirlpools, und niemand stört sich daran, wenn wir hineinspringen und wild tun.
Beim Camper füttern wir noch eine Familie Zwergkaninchen. Wahrscheinlich sind das eher ungern gesehene Gäste hier, aber wir finden sie herzig...

Morgen werden wir in Sydney wieder etwas Grossstadtluft schnuppern!